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7 gute Gründe für eine eigene Instagram-Community

31. Dezember 2016


Instawalk Elbphilharmonie Dezember 2016

Instagram steht häufig in der Kritik, eine weitere unnütze Plattform zur überzogenen Selbstdarstellung der Menschen zu sein, die mit gestelzten Selfies oder protzigen Urlaubs- oder Besitzstandsfotos einen negativen Einfluss auf andere Nutzer ausüben. Bei näherer Betrachtung zeigt das Netzwerk jedoch noch eine ganz andere Seite.

Die Mehrheit der Instagrammer teilt vor allem den Spaß an interessanten Fotos und Videos miteinander und das über Länder- und sprachliche Grenzen hinweg. Was sich dabei als interessant qualifiziert, ist im wahrsten Sinne des Wortes „Ansichtssache“. Menschen mit einem ähnlichen Blick auf die Welt finden hier über ihre gemeinsame Bildsprache und mittels Hashtags zueinander.

Instagram ist visuelle Inspirationsquelle und positive Ablenkung aus dem Alltag zugleich und damit am ehesten mit einem hochwertigen Special- oder General Interest Magazin vergleichbar. So betrachtet, steckt sich ein Nutzer mit Instagram auf dem Smartphone, je nach individuellem Interesse, zum Beispiel eine Gala, eine GEO, eine Landlust oder eine Mischung aus alledem in die Hosentasche. Werbetreibende Unternehmen finden auf Instagram also einerseits ein hochwertiges Werbeumfeld vor, andererseits stehen sie vor der Herausforderung, sich mit ihren eigenen Beiträgen dem wachsenden Qualitätsanspruch der Nutzer und der gängigen Bildsprache auf Instagram anzupassen. Da hilft in der Regel nur eine qualitative Eigenproduktion von Inhalten oder die Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister.

Für viele Unternehmen stellt sich deshalb die Frage, ob eine eigene kontinuierliche Präsenz auf Instagram überhaupt lohnend ist bzw. der betriebene Aufwand für die Erstellung von Instagram-spezifischen Inhalten im Verhältnis zum Nutzen steht.

Für die Aufwendung von (mehr) Ressourcen für den Aufbau einer eigenen Marken-Community und auf Instagram abgestimmte individuelle Inhalte sprechen jedoch folgende Aspekte:

  1. Marken- und Kaufaffinität der Nutzer

Laut einer aktuellen Nutzerstudie von Instagram lassen sich 60% der Instagrammer von Markenposts auf der Plattform inspirieren. Ganze 75% davon werden anschließend auch aktiv, indem sie nach weiteren Informationen im Netz recherchieren, das Produkt oder die Dienstleistung direkt kaufen oder Freunden davon erzählen. Damit hat Instagram ein äusserst relevantes und erfolgversprechendes Marketing- und Vertriebspotential. Zusätzlich aktivierend wirkt sich dabei der für Instagram übliche wertschätzende Umgang der Community-Mitglieder untereinander aus, denn dieser erstreckt sich auch auf Marken und die Wahrnehmung von Markenkommunikation. Kommentare unter Beiträgen von Unternehmen sind in der Regel positiv.

Instawalk Elbphilharmonie Dezember 2016

Das Social Media Team der Elbphilharmonie hat noch vor der Eröffnung ausgewählte Instagramer zum Instawalk eingeladen.

Mit einer eigenen Präsenz auf Instagram profitieren Unternehmen von dieser positiven Grundstimmung, können gezielt Kaufimpulse setzen und zudem langfristige Beziehungen zu ihrer Zielgruppe aufbauen. Diese lässt sich mit neuen Beiträgen immer wieder aktivieren. Gleichzeitig wird damit die Sichtbarkeit auf der Plattform erhöht.

  1. Überdurchschnittliches Engagement der Nutzer

Die hohe Marken- und Kaufaffinität der Instagrammer zeigt sich auch in den überdurchschnittlichen Interaktionen der Nutzer mit Unternehmensbeiträgen. Ein Blick in den „Iconosquare Brand Index“, der eine Vielzahl von auf Instagram aktiven Marken erfasst, zeigt, dass viele Unternehmen nicht nur höhere einstellige Interaktionsraten generieren, sondern durchaus auch zweistellige. Instagram ist damit im Verhältnis zu anderen Netzwerken, insbesondere Facebook oder Twitter, die Plattform, die derzeit die größte Interaktion mit Markeninhalten bietet.

  1. Lebensdauer der Inhalte

Die über ein eigenes Profil veröffentlichten Inhalte bleiben auf Instagram erhalten, sind mittels Hashtags auf der Plattform dauerhaft auffindbar und dienen in der Profil-Ansicht zudem dazu, dass sich die eigenen als auch potentiellen Follower noch intensiver mit der Marke auseinandersetzen. Denn jeder einzelne Beitrag erzählt eine eigene kleine Geschichte. Kommen bestimmte Inhalte besonders gut in der Community an, können sie auch als Werbepost verlängert und damit gewinnbringend weiterverwertet werden.

  1. Reichweite und Wachstum der Plattform

Mit einer Reichweite von über 9 Millionen monatlich aktiven Nutzern in Deutschland (und inzwischen 600 Millionen weltweit) hat Instagram aus Unternehmenssicht inzwischen eine mehr als relevante Reichweite erzielt. Laut dem Marktforschungsunternehmen GlobalWebIndex zählt Instagram zu den Top 5 der am schnellsten wachsenden Plattformen der Welt. Die Bedeutung von Instagram wird demnach noch weiter steigen.

  1. Kreativität der Community
Instagramer in der Elbphilharmonie

Instagramer in der Elbphilharmonie

Die schöpferische Kraft der Community-Mitglieder kombiniert mit deren hohen Markenaffinität bietet für Unternehmen die Chance, Instagrammer in Kampagnen einzubeziehen und von nutzergenerierten Inhalten zu profitieren. Eine eigene Instagram-Community kann schnell für Foto-Wettbewerbe aktiviert oder auch zur Verbreitung markenspezifischer Hashtags genutzt werden. Mit Marken-Hashtags markierte Inhalte steigern nicht nur die Aufmerksamkeit und Bekanntheit der Marke, sondern haben auch Relevanz für Social Commerce Zwecke. Instagram-Fotos, auf denen Nutzer Produkte einer Marke nutzen oder tragen, können mit deren Erlaubnis beispielsweise nicht nur für die eigene Instagram-Präsenz genutzt, sondern auch auf Produkt-Detailseiten im Online-Shop des Unternehmens integriert werden und nachweislich den Abverkauf steigern.

  1. Zusammenarbeit mit Influencern

Die Zusammenarbeit mit Influencern, die ein Produkt oder eine Marke auf ihre individuelle Weise in ihren eigenen Foto-und Video Beiträgen interpretieren, ist zu einer der wichtigsten Taktiken der Markenkommunikation auf Instagram avanciert und professionalisiert sich zudem zunehmend. Um passende Influencer auf Instagram zu identifizieren, bieten sich spezialisierte Marktplätze wie Brandnew IO, Influencer.DB, InstaBrand oder auch Agenturen wie visumate an. Zum einen profitieren Marken durch die Zusammenarbeit mit Influencern schnell von deren Reichweite und vor allem deren Glaubwürdigkeit in der Community, zum anderen lagern sie die erfolgskritische Kreativarbeit gleichzeitig an einen Experten aus. Ohne eine eigene Präsenz auf Instagram lässt sich die damit gewonnene Aufmerksamkeit jedoch nur begrenzt ausschöpfen.

  1. Perfekte Kombination mit Werbeanzeigen auf Instagram

Mit der seit 2015 Monaten verfügbaren Möglichkeit, Werbeanzeigen über den Facebook Powereditor in Form von Sponsored Posts auf Instagram zu schalten, scheint sich die Frage nach einer eigenen Instagram-Präsenz oder der Gestaltung Instagram-spezifischer Inhalte nicht mehr zwingend zu stellen. Können doch auf diese Art und Weise bestehende Facebook-Anzeigen 1:1 auf Instagram verlängert werden, und das auch ohne ein eigenes Instagram-Profil zu betreiben. Zwar lässt sich damit auf den ersten Blick das Branding- und Abverkaufspotential von Instagram schnell und ohne größeren Aufwand erschließen, wesentlicher Nachteil dieser Taktik ist aber, ganz abgesehen von möglichen Reaktanzen seitens der Nutzer, dass Unternehmen die zuvor genannten Potentiale verschenken. Zudem zeigt sich im Nutzerverhalten der Instagrammer, dass sie bei Interesse an einer Werbeanzeige bzw. einem Unternehmen gerne zunächst das Instagram-Profil des Unternehmens besuchen, um sich einen tiefergehenden Eindruck von der Marke oder den Produkten zu verschaffen, bevor sie auf einen externen Link klicken. Das Instagram-Profil leistet damit einen wertvollen Beitrag im Kaufentscheidungsprozess des Nutzers.

Fazit: Wenn Sie das Potential von Instagram bestmöglich ausschöpfen wollen, macht es durchaus Sinn, in den Aufbau einer eigenen Markencommunity zu investieren. Wir unterstützen Sie mit unseren Trainings gern dabei, selbst qualitative Inhalte für Instagram zu erstellen und ihre Community systematisch aufzubauen.

Fotos vom Instawalk in der Elbphilharmonie im Dezember 2016: Sandra Schink

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